Stefan Zeimet
Hintergrund
Ökologisches Bauen
CLAYTEC Yosima Ambiente
 
Ökologisches Bauen
Hintergrund
CLAYTEC Yosima Ambiente
  Warum mit Lehm und Kalk verputzen?
 

Gebäude und hier insbesondere Verputz und Beschichtung der Innen-
wände werden zuweilen als „dritte Haut“ bezeichnet. Und das zu Recht,
denn die letzten 2 cm des Wandaufbaus (Putz und Anstrich) sind verant-
wortlich für ca. 80 % des Raumklimas.

Waren noch Ende der 1980er Jahre alle Arten von Tapezierungen bei
Sanierungsvorhaben und im klassischen Neubau Standard, so ging man
im Laufe der Folgejahre mehr und mehr dazu über, die Innenwände,
sorgfältig verputzt, direkt zu streichen. Hierbei kamen i.d.R. synthetische
Produkte zum Einsatz, zum Leidwesen von Bausubstanz und Bewohnern
(Durchfeuchtungen + Abplatzungen aufgrund von Sperrschichten,
Schimmelbildung, Schadstoffemissionen, fehlende Luftfeuchteregulierung
usw.).

Inzwischen besinnt man sich auf das seit Jahrhunderten Bewährte: auf ökologische und gesundheitsfördernde Lehmputze, die, seit 2013 im deutschen Baurecht re-integriert (DIN-Norm 18945-18947), allen Anforderungen modernen Bauens genügen. Zahlreiche empirische Untersuchungen belegen eindrucksvoll die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Naturputzen, so zum Beispiel die Untersuchung von Prof. Ziegert zum Zusammenhang von Lehmbaustoffen und der Raumluftfeuchte.

Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen dokumentieren insbesondere:

- die Fähigkeit einer schnellen Luftfeuchteregulierung, („atmende Wände“)
- eine wirksame Schimmel-Prophylaxe
- die Geruchs- und Schadstoffbindung
- die Diffusionsfähigkeit zum Schutz der Bausubstanz
- keine nachweisbare elektrostatische Aufladung
- die Ungiftigkeit des normierten Baumaterials sowie
- die positive Ökobilanz (Herstellung, Transport, Entsorgung).

Darüber hinaus überzeugen Lehmputze durch eine

- sinnliche, warme Ausstrahlung und
- die nahezu unbegrenzten farblichen und gestalterischen   Ausdrucksmöglichkeiten.

In der Regel werden die Putze mehrlagig aufgetragen. wobei die Besonderheit unseres Betriebes u.a. in einer Qualitätsvereinbarung liegt, die auf Wunsch über die erhöhten Anforderungen nach DIN hinausgehen.

Wer sich einmal längere Zeit in Räumen aufhält, die mit Lehm verputzt wurden, und dort auch nächtigt, der kann spüren, wovon die Rede ist. Mit allen verfügbaren Sinnen. Und mit einer Ästhetik, die vom „ursprünglichem Charme“ eines geriebenen, mehrlagigen braunen Putzes bis hin zur High-End-Gestaltung in Q-4-Qualität reicht - mit Airless-Spritzbeschichtung einer Lehmfarbe versehen. Oder wahlweise mit reinem Kaolin-Lehmdekorputz, geglättet und gebürstet, auf Wunsch auch dezent marmoriert.